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Bericht von der Deutschen Meisterschaft im Basketball in Berlin

Herren-Bericht von der Deutschen Gehörlosen-Basketball-Meisterschaft am 25./26.04.2014 in Berlin

Nach einer langen Fahrt ohne Zwischenfälle kamen wir am späten Nachmittag in Berlin an. Wir bezogen  zunächst unsere Zimmer im Hostel. Das Hostel befand sich relativ im äußersten Osten von Berlin. Teilweise hat man den Eindruck, wir sind in einer osteuropäischen Gegend. Es war zugegebenermaßen schon eine etwas trostlose und verlorene Gegend. Dies störte uns aber nicht. Abends ließen wir uns  in einem Shoppingcenter am Alexanderplatz gut essen, bevor wir zeitig ins Hostel zurückkehrten, um für die Spiele fit zu sein.

1.Spiel gegen GSV Würzburg 44:80

In diesem Spiel gab es für uns nichts zu holen. Verdient verloren wir mit 44:80. Lediglich das zweite und vierte Viertel konnten wir gute Leistungen zeigen, allerdings ließ Würzburg in diesen Viertel locker angehen, nur um dann wieder im nächsten Viertel Gas zu geben und damit weiter den Punktestand gegenüber uns zu vergrößern. Mit – 36 Punkte Rückstand für uns ging das Spiel zu Ende. Würzburg gehört zu einen von den besten 3 – 4 Teams im Gehörlosenbasketball, sie besaßen gegen uns zwei gute Werfer von außen, zusätzlich ist einer von beiden der beste Spielmacher hierzulande, so dass wir kaum Chancen hatten.

2. Spiel gegen Berliner GSV 48:58

Gegen Berlin ging es um den den Einzug um den 5.Platz. Die ersten zwei Vierteln gestalteten sich ausgeglichen. Im dritten Viertel zog Berlin uns mit 10 Punkte davon, welches wir im letzten Viertel nicht mehr aufholen konnten. Von den Viertelständen, abgesehen vom dritten Viertel, konnten wir mit Berlin mithalten. Leider gestatten wir zur Zeit unseren Gegner zuviele einfache Punkte am Brett, während wir häufig schwere Würfe, die dennoch erfolgreich waren, nehmen mussten. Der Gegner verteidigte gut gegen uns. Festhalten können wir, dass wir im Angriff schon mal gut sind trotz einer beträchtlichen Anzahl von schwierigen Würfen. Die Verteidigung ist derzeit unser größter Schwachpunkt. Wir lassen zu viele einfache Punkte zu.

3. Spiel gegen Hamburger GSV 55:65

Im letzten Spiel ging es um den siebten Platz und damit vorletzten Platz. Die erste Halbzeit ging klar für Hamburg aus. Die Basis legten sie im ersten Viertel, wo sie einen Vorsprung von + 12 Punkte herausholten. Zu Beginn des dritten Viertels lagen wir sogar mit – 15 Punkte im Rückstand. Wir holten auf und führten sogar ca. zwei bis 3 Minuten mit einem Vorsprung von maximal 3 Punkten am Anfang des vierten Viertels, nur um dann wieder die Führung abzugeben und am Ende mit – 10 Punkten das Spiel zu verlieren. Im letzten Viertel hatten wir überhaupt keine Ordnung in der Verteidigung und im Angriff gehabt. Die Verteidigungs- und Angriffsysteme wurden kaum eingehalten, während bei der Aufholjagd von – 15 Punkten bei uns mit Disziplin und Wille die Systeme durchgespielt wurden. Offensichtlich wurden alle nervös, verfielen somit in einer Art Panik, so dass jeder sein eigenes Rezept hatte, wie doch der Sieg geholt werden konnte. Das konnte nur schiefgehen. Der Sieg gegen Hamburg war machbar, leider verschenkten das letzte Viertel.

 

Fazit

Unter dem Motto „Angriff hui, Verteidigung pfui“ können wir unsere Berlin-Fahrt bezeichnen. Ok, der Angriff war auch nun nicht das Beste gewesen, wir besaßen auch viele leere Ballbesitze. Hervorzuheben sind die elf Dreier im gesamten Turnierverlauf, somit belegten wir den 3.Platz hinter Fürth und Würzburg. Andererseits waren wir das schlechteste Team bei den Freiwürfen mit einer Quote von 22%, von 27 Versuchen fanden nur 6 ihr Ziel. Außerdem waren wir das fairste Basketballteam, vielleicht ist das der Grund, warum wir zu viele einfache Punkte zulassen. Wir wissen nun, wo unser nächster Trainingsschwerpunkt  sein wird. Der Zusammenhalt im Team und mit den Frauen war gut, darauf lässt sich aufbauen für die Zukunft. Wir freuen uns schon auf die deutsche Gehörlosen-Basketball-Pokalmeisterschaft Ende Oktober in Nürnberg. Bis dahin gilt fleißig trainieren.

 

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